Diamond

Head Crater Trail Oahu Hawaii

Oahu

Was für ein Ausblick

Als wir 2014 das erste Mal auf Hawaii waren, schauten wir aus dem Fenster unseres Hotels und waren sprachlos. Wir hatten einen direkten Blick auf den berühmten Diamond Head. Was für ein Anblick. Ich hatte im Vorfeld einiges über diesen Krater, das Wahrzeichen von Oahu, gelesen. 

Seinen Namen hat er bereits im 19. Jahrhundert von damaligen Seefahrern erhalten, die dort zu findende Minerale mit Diamanten verwechselten. Mit einer Höhe von etwa 230 Metern jetzt nicht gerade der Mount Everest, trotzdem ein imposanter Anblick. Das man ihn besteigen kann und von oben einen fantastischen Ausblick haben soll, ließ natürlich keinen Zweifel daran, das schnellstmöglich auch zu erleben. 

Nun hatten wir ein sehr glückliches Händchen mit der Wahl unseres Hotels. Hotels auf Hawaii, vor allem direkt am Strand von Waikiki Beach, sind natürlich alle nicht gerade günstig. Das Hyatt Place Waikiki Beach ist auch nicht gerade ein Schnäppchen, das Preis- Leistungsverhältnis unserer Meinung nach aber völlig in Ordnung. Daher buchten wir 2018 bei unserem zweiten Besuch dieses Hotel erneut. Meinen Bericht über das Hotel findet Ihr in Kürze hier: Hyatt Place Waikiki Beach

Während man normalerweise mit dem Bus oder dem Leihwagen zum Eingang des Diamond Head State Monument Park fahren muss (Parkgebühr 5 Dollar für den ganzen Tag), konnten wir bequem zu Fuß hingehen. Wichtig, auch wenn man nur etwa eine Stunde benötigt, um auf der Aussichtsplattform zu sein, der Weg ist anstrengend. Daher unbedingt etwas zu Trinken mit hochnehmen und am besten auch einen kleinen Snack. 

Ich kann mich noch genau daran erinnern, als wir oben ankamen, stand ein junges Mädchen an ein Geländer gelehnt und machte irgendwie merkwürdige Verrenkungen, als ich an ihr vorbei ging. Bis ich dann endlich verstand, dass das so nicht gewollt war. Sie hatte massive Kreislaufprobleme und fiel plötzlich rückwärts über das Geländer. Was für eine Schrecksekunde. Zum Glück ging es dort nicht weit hinunter, sondern sie blieb einfach auf dem Boden liegen. Mit Mehreren zogen wir sie dann zurück, gaben ihr zu trinken und suchten lautstark ihren Anhang. Ende gut, alles gut, aber daran kann man sehen, der Anstieg bei hohen Temperaturen ist nicht zu unterschätzen! Aber nun zurück, soweit sind wir ja noch gar nicht!

Direkt am Eingang kann man natürlich auch ein paar Souvenirs kaufen, wie fast immer an besonderen Attraktion. Es gibt ein öffentliches WC und seine Trinkflasche kann man ebenfalls auffüllen. Der Eintritt kostet gerade einmal einen Dollar. Das nenn ich mal billig!

Also, los gehts…

 

Los gehts

Hawaii 2014/2018

Der Aufstieg

Wie bei unserem ersten Aufenthalt 2014 war es auch 2018 sehr heiß. Luftig angezogen und mit Proviant versorgt ging es also voller Vorfreude am Eingang vorbei Richtung Aufstieg. Wir waren recht früh am Tag dort und es ist absolut auch zu empfehlen, früh aufzubrechen. Der Park öffnet bereits morgens um 6.00 Uhr und schließt um 18:00 Uhr. Wir waren etwa gegen 9:00 vor Ort und es war noch nicht so überlaufen. 

Der Weg nach oben beginnt zunächst entspannt, wird dann aber auch schnell steiler und nach einer Weile, bei hohen Temperaturen, leicht anstrengend. 

1904 wurde Diamond Head zu militärischen Zwecken von der Regierung gekauft. 1908 wurde ein Tunnel an der Nordwand gebaut, durch den man auf dem Weg nach oben gehen muss. Außerdem stellte man Geschütze für die Küstenartillerie auf. Oben wurde eine Feuerleitstelle errichtet, von der man alles koordinieren konnte. Hier muss man über eine Wendeltreppe hinauf. Auf den verschiedenen Ebenen kann man durch kleine Öffnungen direkt aufs Meer schauen. 

Von der Wendeltreppe wusste ich unten noch nichts, zum Glück. Da ich leider an tierischer Höhenangst leide, sind offene Wendeltreppen absolut gar nichts für mich. Aber zunächst geht man den teilweise steilen, aber meistens gut ausgebauten Wanderweg nach oben bevor man dann auf eine echt steile Treppe stößt. Diese ist recht eng gebaut und man ist froh, wenn einem nicht so viele Menschen entgegenkommen. Hat man diese überwunden, gehts durch den spärlich beleuchteten Tunnel. Und dann steht man vor diesen Wendeltreppen, bei denen man von unten nicht sehen kann, wie weit es nach oben geht. Gar nichts für mich. Also musste meine Frau diese erst einmal erkunden. Hier die Tour beenden, kam überhaupt nicht in Frage. „So schlimm ist es nicht“, bekam ich zu hören. Unangenehm aber allemal, auch, dass einem hier andere Besucher entgegen kommen…

Oben auf der Plattform angekommen haben sich die Strapazen dann aber absolut gelohnt. Was für ein spektakulärer Anblick, was für eine atemberaubende Aussicht. Es ist wirklich fantastisch. Man weißt gar nicht, wo man zuerst hinschauen möchte. Aufs Meer, auf den kleinen Leuchtturm, auf die Stadt oder auf die Berge. Es ist einfach zu schön hier. Natürlich waren nun jede Menge Menschen hier und es wurde fotografiert, gefilmt, Selfies gemacht und einfach genossen. Wir waren eine ganze Weile hier oben und haben uns sehr wohl gefühlt. Ein absolutes MUSS, wenn man auf Oahu ist. Diesen Aufstieg schafft selbst der ungeübte Wanderer. Man kann ja zwischendurch auch genügend Pausen machen. Nach einer ganzen Weile ging es dann wieder hinunter. Unten angekommen kann man sich dann mit einem leckeren Ananas-Drink selbst belohnen! 

Nach 2014 freuten wir uns auf dieses Erlebnis auch 2018 sehr. Und ich hoffe, es wird nicht das letzte Mal sein. 

Noch spektakulärer, aber nur etwas für wirklich Geübte, muss der Moanalua Valley Trail sein, auch Stairways to Heaven genannt, sein. Hier benötigt man aber für die knapp 4000 Treppen locker acht Stunden (rauf und wieder runter). Problem ist allerdings, dass dieser Trail gesperrt und daher illegal ist. Schade, sicher wäre das ein einmaliges Erlebnis! Ob ich es schaffen, und, vor allem auch, mich trauen würde, gerade aufgrund meiner Höhenangst, keine Ahnung. 

Also erst einmal mit dem Diamond Head zufrieden geben! Also, viel Spaß!